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Bewegung in der Frage der Auslandseinsätze

Stefan Liebich, 48, ein Reformpolitiker mit Duzfreunden in der CDU, verweist allerdings auf die mehr als 40 Prozent, die Höhn bekommen habe.

Es sei Bewegung in der Frage der Auslandseinsätze, glaubt er. Im Parteitag sieht er sogar eher ein Signal für eine Mitte-links-Regierung. Daran mitwirken will der bisherige außenpolitische Sprecher der Fraktion allerdings nicht, denn für den nächsten Bundestag kandidiert Liebich nicht mehr.

Aber der Reformer hofft darauf, dass seine neue Parteichefin Wissler, die bis vor wenigen Monaten noch zur trotzkistischen Gruppierung Marx 21 gezählt wurde, ihre Haltung revidiert und den Widerstand gegen deutsche Blauhelmeinsätze aufgibt. Sollte die Linke in einer Regierung wichtige Ziele erreichen können, glaube er nicht, dass sie „das Ende der Zweiklassenmedizin oder eine echte Vermögenssteuer tatsächlich an einem deutschen Verbindungsoffizier im Auslandseinsatz scheitern lassen würde“.

Aus: "Bedingt teamfähig", Focus 10/2021, 8. März 2021