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Fehlender Lärmschutz an der A 114

Bis Ende 2022 wird die Autobahn A 114, die nahezu komplett in meinem Wahlkreis Pankow verläuft, von Grund auf saniert. Brücken werden neu gebaut, die Fahrbahn erhält nicht nur einen neuen Belag, sondern sie wird auch verbreitert, um erstmalig auch Standstreifen einzurichten. Was jedoch bislang nicht auf der Agenda steht sind Lärmschutzwände an der westlichen Seite der Trasse zwischen den Anschlussstellen Pasewalker und Bucher Straße. Wie auch an der Ostseite, auf der sich bereits seit vielen Jahren eine Lärmschutzwand befindet, grenzen auch in diesem Bereich Wohn- Erholungs- und Kleingartenanlagen an die Autobahn und sind einer permanenten Lärmbelastung durch den immer weiter wachsenden Autoverkehr ausgesetzt. Diese ungerechtfertigte Ungleichbehandlung sollte ein Ende haben, schließlich ist der Schutz der Berlinerinnen und Berliner vor immer mehr Immissionen, dazu zählen eben auch Lärmimmissionen, ein klares politisches Ziel.

In den von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz veröffentlichten Planungsunterlagen findet sich kein entsprechendes Vorhaben. Stattdessen wird dort auf sogenannten Flüsterasphalt verwiesen, dessen lärmmindernde Funktion jedoch schon nach kurzer Nutzung eingeschränkt ist, sowie auf Geschwindigkeitsbeschränkungen. Das wollen die Anwohnerinnen und Anwohner nicht einfach so hinnehmen, seit 2019 engagiert sich die Bürgerinitiative Buchholz Ost vor Ort.

In einem Brief machte ich Senatorin Regine Günther, die ja eben nicht nur für Verkehr, sondern auch für Umwelt und Klimaschutz zuständig zeichnet, noch einmal auf das Problem aufmerksam, finde ich es doch befremdlich, wenn einerseits für die Autofahrer die Trasse der Fahrbahn um zwei Standstreifen verbreitert wird, für die Menschen jedoch, die an dieser vielbefahrenen Piste leben müssen oder sich auch erholen wollen, der ihnen wichtige Lärmschutz verweigert wird. Ich appellierte daher dafür, dass die geforderten Lärmschutzwände im beschriebenen Bereich im Rahmen der Baumaßnahmen realisiert werden.

In einer ersten Antwort informierte die Senatorin mich darüber, dass „vor dem Hintergrund einer anzuordnenden Geschwindigkeit von 100 km/h beschlossen wurde, das Lärmschutzgutachten auf dieser Basis zu überarbeiten und eine neue Abwägung hinsichtlich des Einsatzes von Lärmschutzwänden zu initiieren.“ Die Überarbeitung sollte im ersten Quartal 2020 ihren Abschluss finden. Doch auch Ende vergangenen Jahres gab es weder auf der Webseite der Senatsverwaltung, noch anderweitig Informationen darüber, zu welchem Ergebnis man im Rahmen des benannten Abwägungsprozesses gekommen ist. In einem weiteren Schreiben teilte mir nun Senatorin Günther mit, dass erst Anfang 2021 das neue Gutachten vorliegen solle, auf dessen Basis die Entscheidung pro oder contra Lärmschutzwand fallen würde. Wir werden dran bleiben.