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BaFin braucht neue Führung

"Es kann nicht sein, dass CDU und SPD versuchen, sich die Verantwortung gegenseitig in die Schuhe zu schieben. Oberstes Ziel muss stattdessen sein, aufzuklären, wie man so ein Desaster künftig verhindert", sagt der Linken-Politiker Stefan Liebich dem SPIEGEL.

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Doch auch die BaFin und deren Chef geraten weiter unter Druck. Zuletzt hatte der SPIEGEL darüber berichtet, dass Behördenleiter Felix Hufeld falsche Angaben gegenüber den Abgeordneten machte, erste Rücktrittsforderungen werden laut. Rückendeckung gab es für Hufeld am Mittwoch nicht, stattdessen war von weiteren Prüfungen die Rede. "Die BaFin muss neu aufgestellt werden. Das geht nur mit einer neuen Spitze, ohne Herrn Hufeld", sagt auch Liebich. Zuvor hatte schon sein Parteikollege de Masi Hufelds Rücktritt gefordert.

Aus: "Zugeknöpft", Spiegel, 30. Juli 2020