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Hartmut Seefeld

Kein Blankoscheck für Wohnungsneubau

Mieterinitiative hinterfragt Pläne der Gesobau

Argumente der Bürgerinitiative verdienen mehr Aufmerksamkeit

Seit im Frühjahr 2019 die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau Mieterinnen und Mieter an der Kavalierstraße in Pankow mit der Nachricht aufschreckte, dass sie in den Hofbereichen der Wohnanlage aus den 1950er Jahren weitere 170 Wohnungen bauen möchte, ist der Kiez in großer Aufregung. Schnell gründete sich eine Bürgerinitiative, um gegen diese Pläne zu mobilisieren. Am Donnerstag besuchte Stefan Liebich auf Einladung von BI-Sprecherin Sabine Buntrock die Akteure, ließ sich über die Hintergründe ihres Protest und aktuelle Entwicklungen informieren. Sie erheben vor allem soziale und ökologische Einwände und üben schwere Kritik an den bislang organisierten Beteiligungsverfahren. Sicher nicht zu Unrecht verweisen sie darauf, dass die grünen Höfe mit ihrem mittlerweile schon altehrwürdigen Baumbestand Teil eines städtebaulichen Konzepts seien, sozusagen Frischluft als Ausgleich für die als klein beschriebenen Wohnräume. Stefan Liebich findet, dass ihre Argumente mehr Beachtung verdienen würden und bietet seine Unterstützung an, dass sie besser wahrgenommen werden.

Beim Rundgang war gut erkennbar, was auf dem Spiel steht.

Am Mittwoch hatte bereits die BVV Pankow beschlossen, dass das Bezirksamt eine Art Runden Tisch zu den von der Gesobau geplanten Vorhaben zur Verdichtung von Wohnquartieren im Bezirk einberufen soll. Eingeladen werden Vertreter*innen der Gesobau, des Senats, des Bezirksamtes, der BVV und der Mieter*inneninitiativen.