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Kandidatur von Riexinger steht in Frage

Stefan Liebich spricht von “Chaostagen”. “Hoffentlich reißen sich jetzt alle zusammen”, sagte der Bundestagsabgeordnete der Linken dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf seine Partei.

Nein, eine Systematik will Liebich in den Ereignissen der vergangenen Tage nicht erkennen, spitzt an einer Stelle dann aber doch zu. Für Parteichef Bernd Riexinger “steht ohnehin die Frage, ob er sich erneut als Parteivorsitzender bewirbt”, sagte der Berliner Linken-Politiker. “Das ist eine Frage, die er beantworten muss.” Das Beiwort “ohnehin” macht aus einem beiläufigen Satz die unterschwellige Aufforderung an den 64-Jährigen, auf eine erneute Kandidatur besser zu verzichten.

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Während der 42-jährigen Kipping ungeachtet dessen aber noch Chancen auf eine Wiederwahl eingeräumt werden, war dies bei Riexinger schon vor Kassel anders. Nun gilt dies erst recht.

Stefan Liebich sagt: “Es war Pech, dass jetzt alles auf einmal kam.” Und er mahnte, das nicht für innerparteiliche Machtkämpfe zu nutzen.

Aus: „Von Riexinger bis Ramelow: ‚Chaostage‘ in der Linken, RND, 10. März 2020