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Untauglicher Versuch

Für die Linke ist die Lage der Migranten in Griechenland in erster Linie das Verschulden der Europäischen Union. "Die katastrophale Situation für Geflüchtete auf den griechischen Inseln dokumentiert das vollständige Scheitern der Dublin-II-Vereinbarung und ist ein Armutszeugnis der Europäischen Union, auch in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte" sagt Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher der Linken-Franktion im Bundestag, gegenüber t-online.de. Die 27 EU-Mitgliedsstaaten würden nicht daran vorbeikommen, durch Asylverfahren im eigenen Land dazu beizutragen, die unmenschlichen Lager in Griechenland aufzulösen. Die Pläne Griechenlands kritisiert Liebich: "Die Installation von Plastikbarrieren in der Ägäis ist ein untauglicher Versuch, Menschen von Europa fernzuhalten."

Aus: "Barriere gegen Migranten", t-online.de, 30. Januar 2020