Menü X
Janine Walter

Trialog statt Dialog

Noch immer werden die Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermords an den Herero und Nama nicht an den Verhandlungen über eine Entschuldigung und Wiedergutmachung beteiligt. Mit Sima Luipert von der Nama Traditional Leaders Association, Judith Hackmack vom ECCHR und anderen Unterstützerinnen und Unterstützern sprach Stefan am Montag in der Brotfabrik in Weißensee darüber, wie dieses Thema wieder verstärkt in den Bundestag getragen werden kann. Sima Luipert berichtete, dass es den Betroffenen darum gehe, aus dem Verhandlungsdialog zwischen deutscher und namibischer Regierung einen Trialog zu machen, und dass sie natürlich auch an etwaigen Entschädigungszahlungen partizipieren möchten. Stefan wies darauf hin, dass es insbesondere für einen Oppositionspolitiker im Bundestag schwierig ist, der Regierung Verhandlungskonzepte und-partner vorzuschreiben. Gleichwohl teilt er die Einschätzung, dass es sich hier eher um ein außenpolitisches denn entwicklungspolitisches Thema handelt und entsprechend debattiert werden sollte. Auf jeden Fall wird das Thema so bald wie möglich in Gremien der Fraktion und des Bundestages auf der Tagesordnung stehen.