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Hartmut Seefeld

Einen Nerv getroffen

Konzentrierte Atmosphäre im Paul-Löbe-Haus des Bundestages

Am Donnerstagabend veranstalteten die Deutsche Afrika Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung erstmals gemeinsam ein Symposium zur sozialen Ungleichheit in Afrika. Stefan Liebich hatte als Vorstandsmitglied der DAS und Schirmherr in den Europasaal des Bundestages eingeladen. Die Motivation zu diesem Treffen, an dem über 80 Gäste teilnahmen, machte er folgendermaßen deutlich: „Ungerechte Handelsverträge verschärfen die Kluft zwischen Arm und Reich. Das muss endlich beendet werden!“ Marion Lieser, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende des Oxfam Deutschland e.V. , sagte in Zahlen was das bedeutet: Drei Milliardäre in Afrika besitzen so viel wie 500 Millionen der ärmsten Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. 100 Millionen Kinder haben dort keinen Zugang zur Bildung. Und sie konstatierte, dass für die Überschuldung vieler afrikanischer Länder der reiche Norden verantwortlich wäre. Das führe zum Beispiel dazu, dass Uganda in seinem aktuellen Haushalt die Bildungsausgaben um zwölf Prozent gesenkt habe.

Dominic Brown vom AIDC findet aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer.

Die Veranstalter haben mit dem Thema offenbar auch einen Nerv getroffen. Es gab nicht nur sehr interessante, sondern zum Teil auch emotional vorgetragene Diskussionsbeiträge. Wesentlich dazu beigetragen hat die Zusammensetzung der Diskutanten. Neben Stefan Liebich und Marion Lieser, führten vor allem Gottfried von Gemmingen, Referatsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Andreas Bohne von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dominic Brown vom AIDC in Südafrika, sowie Sabine Odhiambo von der Deutschen Afrika Stiftung die Debatte.