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Hartmut Seefeld

Wenig Hoffnung für Jemen

Am Donnerstag traf sich Stefan mit Sanj Srikanthan von der in New York ansässigen Hilfsorganisation International Rescue Committee. Der IRC wurde 1933 durch Albert Einstein gegründet. Srikanthan ist stellvertretender Europachef der Organisation und Chef in Großbritannien.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Situation in Jemen. Der IRC sieht die Rolle Deutschlands in dem Konflikt von Zurückhaltung geprägt obwohl die humanitäre Lage dort katastrophal ist. Die Menschen leiden stark unter dem Krieg. Ziviles Engagement werde auch dadurch erschwert, dass sich einerseits zu viele strategische Interessen überlagern. Dort kämpfen sudanesische Söldner, Schiiten, Sunniten…Die Stockholmer Friedensgespräche gestalten sich als schwierig, zu stark divergieren die Interessen der einzelnen Akteure.

Der IRC  wünscht sich mehr Aufmerksamkeit in Deutschland für den Konflikt in Jemen und auch Unterstützung bei der Versorgung der notleidenden Bevölkerung

Mit der Forderung der Linken nach einem vollständigen Stopp der Waffenlieferungen an die von Saudi-Arabien organisierte Kriegsallianz geht der IRC konform. Es ist wichtig, in der deutschen Politik immer wieder die desaströse Situation für die jemenitische Zivilbevölkerung in das Bewusstsein zu rufen und für deutsches Hilfsengagement in der Region zu werben.