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Unaufrichtige Auskunft

Englischsprachige Deutsche Welle zur Kamerunmission der Bundeswehr

If it hadn't been for another deputy, Stefan Liebich from the opposition Left party, the news that Berlin had ended the mission in Cameroon would most likely not have reached the public.

Missions like these are treated almost like state secrets, with only as many people in the know as is strictly necessary. Liebich asked the Defense Ministry directly and was informed that the mission had ended "as scheduled," information he shared with the media.

"The wording 'on schedule' was a little bit disingenuous," Liebich told DW. Only a couple of weeks ago, the government had said that it would decide on whether to prolong the mission by midyear. "That was actually why I asked now, and was then told about the termination. I believe that if it hadn't been for the public debate and the discussion in parliament, the mission would probably be ongoing," he said.

The debate was launched several months ago by Hans-Peter Bartels, parliamentary spokesperson for matters concerning the Bundeswehr and a member of the Social Democratic Party (SPD), a partner in Chancellor Angela Merkel's ruling coalition. Bartels' public criticism of the government for bypassing the Bundestag first called the parliamentarians' attention to the existence of the 'secret' missions, according to Liebich.

Aus: "End of a 'secret' German military mission in Cameroon", Deutsche Welle, 17. Juli 2019

Übersetzung:

Ohne einen anderen Abgeordneten, Stefan Liebich von der oppositionellen Linkspartei, wäre die Nachricht, dass Berlin den Einsatz in Kamerun beendet hat, höchstwahrscheinlich nicht in der Öffentlichkeit angekommen.

Missionen wie diese werden fast wie Staatsgeheimnisse behandelt, mit nur so vielen Menschen, die Bescheid wissen, wie es unbedingt nötig ist. Liebich fragte das Verteidigungsministerium direkt und wurde darüber informiert, dass die Mission „planmäßig“ beendet worden war. Informationen, die er den Medien mitteilte.

„Die Formulierung ‚im Zeitplan‘ "war etwas unaufrichtig“, sagte Liebich gegenüber DW. Noch vor ein paar Wochen hatte die Regierung angekündigt, dass sie über eine Verlängerung der Mission bis zur Jahresmitte entscheiden werde. „Deshalb habe ich jetzt gefragt und wurde dann über die Kündigung informiert. Ich glaube, dass die Mission ohne die öffentliche Debatte und die Diskussion im Parlament wahrscheinlich noch andauern würde“, sagte er.

Die Debatte wurde vor einigen Monaten von Hans-Peter Bartels, Parlamentssprecher für Angelegenheiten der Bundeswehr und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SPD), einem Partner in der Regierungskoalition von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ins Leben gerufen. Bartels öffentliche Kritik an der Regierung wegen der Umgehung des Bundestages machte die Parlamentarier zunächst auf die Existenz der „geheimen“ Missionen aufmerksam, so Liebich.