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Bundeswehr raus aus Kamerun

Der fragwürdige Bundeswehreinsatz hat nun jedoch ein Ende gefunden. Die Ausbildung der kamerunischen Sicherheitskräfte durch Deutschland sei in diesem Jahr „planmäßig beendet“ worden, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfolgt keine Ausbildung kamerunischer Sicherheitskräfte“, bekräftigte der parlamentarische Staatssekretär Peter Tauber (CDU) in der „nd“ vorliegenden Erklärung. Er verwies darauf, dass die Bundesregierung regelmäßig in „vertraulichen Unterrichtungen“ die Obleute des Verteidigungsausschusses und Auswärtigen Ausschusses über Aktivitäten der Spezialkräfte informiert.

Der Fragesteller Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion, reagierte zufrieden auf die Einstellung der Mission. „Es war von Anfang an falsch, in einem Bürgerkriegsland Sicherheitskräfte auszubilden, von denen selbst das Auswärtige Amt sagt, dass sie hart gegen die kamerunische Bevölkerung vorgehen“, sagte der Bundestagsabgeordnete gegenüber „nd“. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass das Ganze vorbei am Bundestag entschieden wurde. Gut, dass damit jetzt Schluss ist.“

Aus: „Von Anfang an falsch“, neues deutschland, 15. Juli 2019