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Kein "Weiter so"

„Ich habe mir vorher schon überlegt, wo das Ergebnis liegen muss, damit ich ein bisschen Krawall mache. Ich hatte im Kopf bei unter sieben Prozent. Jetzt sind wir bei 5,5 Prozent. Also, ganz ehrlich, da wundere ich mich, dass es nicht noch mehr Leute gemacht haben.“

(…)

„Schief gelaufen ist zum Beispiel, das wir in der Frage des Umgangs mit der AfD und in der Migrationspolitik vielstimmig agiert haben. Schief gelaufen ist auch, dass es den verfehlten Versuch gab, aus der Partei heraus eine neue Initiative zu gründen, nämlich ‚Aufstehen‘. Und es ist eben auch ein Fehler, das sich hier Machtgruppen, ich bin da gar nicht frei von, in den letzten Jahren eine machtpolitische Auseinandersetzung geliefert haben, die mit Inhalten nichts zu tun hat. Und ich habe immer noch den Eindruck, dass sie nicht verstanden haben, dass das enden muss.“

(…)

„Also, erst einmal haben wir total gute Leute in der Fraktion und auch in der Partei. Aber ich würde keinem einen Gefallen tun, wenn ich Namen jetzt benennen würde. So etwas funktioniert nicht. Was ich mir wünschen würde, ist, dass die, die jetzt vorn stehen und Verantwortung tragen, sich zusammensetzen und sich überlegen, wie wir in die Zukunft gehen. Dazu kann durchaus gehören, dass jene, die jetzt vorn sind, auch weiter Verantwortung tragen, aber einen Übergang signalisieren. Was nicht geht, ist, dass wir so weiter machen wie bisher. Auch nicht personell.“

Aus: „Die Linke nach der Europawahl - Reaktionen auf Warnschuss“; tagesschau.de, 27. Mai 2019