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Bremen ist die gute Nachricht

Interview mit dem Nachrichtenkanal Phönix zum Ausgang der Europawahl und der Bürgerschaftswahl in Bremen

Europawahl - Interview mit Stefan Liebich (Linke)

Zum Ausgang der Europawahl:

„Das war eine bittere Niederlage für uns. Das ist nicht schönzureden. Es ist auch ein stückweit die Quittung für die machtpolitischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre. Wir haben kein gutes Bild abgegeben und dann bekommt eben so ein Ergebnis.“

Zum Wahlergebnis der AfD:

„Die AfD hat auf alle Fragen immer die gleiche Antwort – Ausländer raus. Das ist sehr einfach, aber das ist eine Politik, mit der wir nicht konkurrieren können und auch nicht wollen. Wir sagen, die Welt, die wir anstreben, ist eine offene Welt, ist eine tolerante Welt. Wir werden den Weg nach rechts nicht mitgehen. Es gab in der Vergangenheit Wähler, die uns aus Protest gewählt haben. die sehen, dass unsere Partei jetzt auch eine Regierungspartei ist, in Thüringen, Berlin, Brandenburg. Da funktioniert das nicht mehr so einfach.“

Zu linken Konzepten:

„Wir haben darüber eine Reihe von Auseinandersetzungen in den letzten Jahren gehabt. Das war kein gutes Bild. Deswegen haben wir auch dieses Ergebnis bekommen. Wir haben die Aufgabe, zu sagen, dass das Problem nicht die Menschen sind, die zu uns kommen, sondern die Verteilung des Reichtums in unserem Land. Dafür sind wir eine linke Partei, eine soziale Partei und das müssen wir deutlicher in den Vordergrund stellen und nicht irgendwie nach rechts schielen.“

Zur Bürgerschaftswahl in Bremen:

„Ich bin sehr optimistische, dass Rot-Rot-Grün in der Hansestadt realisiert wird. Kristina Vogt, unsere Spitzenkandidatin dort, ist eine bodenständige Politikerin. Den Bürgermeister Herrn Sieling kenne ich noch aus rot-rot-grünen Zusammenhängen im Deutschen Bundestag. Ich bin guter Dinge, dass wir dort im Westen das erste Mal in eine Landesregierung einziehen werden. Und das ist an diesem Abend das Schöne.“

Und im Bericht aus Berlin der ARD: 

„Dieses Ergebnis ist eine bittere Niederlage, da gibt es nichts schönzureden. Und ich glaube auch, dass eine Quittung für die machtpolitischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre ist. wir brauchen einen Neustart, wir können nicht so weitermachen wie bisher.

Bei uns wird in der Fraktion wie auch in der Partei gewählt werden. Wer glaubt, er kann jetzt einfach so weitermachen, der hat sich getäuscht. Dieses Ergebnis muss uns alle dazu bringen, nachzudenken, wie wir es anders machen können als in der Vergangenheit. Da steht auch jede Person infrage.“