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Talita Gergely

Sonntags-Club in der Bredouille

Mieterhöhung bringt Treff für LSBTI in Schwierigkeiten

Mitten in Prenzlauer Berg in der Greifenhagener Straße befindet sich der seit bereits 40 Jahren existierende Sonntags-Club. Er ist ein Berliner Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*Menschen und Intersexuelle (LSBTI). In der DDR war er lange Zeit die einzige Anlaufstelle für LSBTI-Personen.

Anfang dieses Jahres stand die Existenz der Einrichtung aufgrund einer deutlichen Mieterhöhung auf der Kippe. Dem Sonntags-Club fehlten deshalb fast 8.000 Euro, um seine Vereinsarbeit 2019 und 2020 fortführen zu können. Zwar wurde ein Teil der benötigten Summe von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung aufgefangen, doch wurde parallel auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die noch bis zum 31. Mai läuft und in der der Verein erklärt, er wolle schließlich 50 Jahre alt werden. Stefan beteiligte sich mit einer dreistelligen Summe an dieser Aktion, bei der innerhalb von nur 18 Tagen die Zielsumme erreicht wurde. Auch wenn das ein großartiger Erfolg ist, eine längerfristige Lösung muss noch gefunden werden.

Stefan besuchte darum am Montag den Sonntags-Club und sprach mit Projektleiter Stefan Mehnert über die aktuelle Situation und Ideen, wie die Existenz des Club dauerhaft gesichert werden kann. Er bleibt da jedenfalls weiterhin am Ball.