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Talita Gergely

Fünf Jahre Krieg in der Ostukraine

Am Dienstag diskutierte Stefan gemeinsam mit Alexander Hug, dem früheren stellvertretenden Missionschef der Sonderbeobachtungsmission der OSZE in der Ukraine, im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Rosa-Luxemburg-Stiftung über den bewaffneten Konflikt im Osten der Ukraine, der seit dem Frühjahr 2014 andauert. Moderiert wurde die Diskussion von Ivo Georgiev, Referent für Mittel- und Osteuropa der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ziel der Veranstaltung war es, den Krieg in der Ostukraine aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Zum einen aus der Perspektive der OSZE die die Situation vor Ort beobachtet und zum anderen aus der Perspektive der deutschen, linken Politik, die auf der Ebene der politischen Institutionen und der Öffentlichkeit in der EU agiert und auf den Verlauf des Konfliktes Einfluss nehmen kann. Sowohl Stefan als auch Alexander Hug waren sich einig, dass über das Ende des Krieges nicht im Osten der Ukraine entschieden wird, sondern in Kiew und in Moskau. Stefan betonte, dass eine Lösung zwischen der Ukraine, Russland und der EU nötig sei und dabei immer ein Maßstab anzuwenden sei, der überall gilt, denn: „Wir sind weder auf der russischen noch auf der ukrainischen Seite, wir sind auf der Seite der Menschen, die unter dieser Situation leiden“.

Im Anschluss wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und diskutiert, die sich auf die Volksrepubliken, auf die bewaffneten Formationen in Donezk und Lugansk und auf die regelmäßig gebrochene Waffenruhe bezogen. Auch die laufende Präsidentschaftswahl in der Ukraine wurde thematisiert. Stefan wertet den klaren Vorsprung des Schauspielers Vladimir Selenskyj  in der ersten Runde der Wahlen als Botschaft vieler Ukrainerinnen und Ukrainer, dass der Korruption und Oligarchie im Lande endlich ein Ende gesetzt wird.

Nach Abschluss der Diskussionsrunde wurde der Film „The Distant Barking of Dogs“ gezeigt. Er zeigt eindrucksvoll, wie sehr in der Ukraine die Zivilbevölkerung unter dem Krieg leidet.