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Hartmut Seefeld

Im zweisprachigen Kreuzverhör

Mit einem freundlichen „Bonjour“, begrüßte Stefan gestern seine Besucherinnen und Besucher im Bundestag. Gekommen waren Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums aus Prenzlauer Berg, begleitet von ihren Gästen aus ihrer französischen Partnerschule in Lyon. Die knapp 40 Jugendlichen erlebten zuvor auf der Besuchertribüne einen Ausbruch aus der parlamentarischen Routine, als nicht nur die Kandidatin der AfD bei der Wahl zur Vizepräsidentin zum wiederholten Male gescheitert ist, sondern auch den anschließenden Protestauszug ihrer Fraktion aus dem Plenumssaal. Ein Ereignis, dessen Hintergründe sich ihnen nicht gleich auf der Besuchertribüne erschloss und das darum gleich zum Auftakt des Abgeordnetengesprächs auf der Frageliste ganz nach oben rutschte.

So spontan der Auftakt, so vorbereitet der weitere Fragenparcours. Stefan verzichtete auf den klassischen Einführungstext und stellte sich von Beginn an den Themen. Deren Palette reichte von „sehr vielen freien Plätzen im Plenum“ über Stefans „DDR-Prägung“ bis zur Kriegsgefahr und der Rolle Russlands. Schwerpunktthema war jedoch die Migration.

Das Besondere der Fragestunde bestand darin, dass im Tandemverfahren gearbeitet wurde, immer je ein Schüler oder Schülerin aus Prenzlauer Berg und Lyon erarbeiteten gemeinsam die Frage. Und stellten sie in ihrer jeweiligen Muttersprache. Gut, dass eine Dolmetscherin dabei war.