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Mitte-links-Bündnis scheiterte nicht an Sahra Wagenknecht

„Ein rotes Tuch war Wagenknecht stets vor allem für das Lager der Reformer, von denen sich viele im Forum Demokratischer Sozialismus (FDS) tummeln. Die Vereinigung um den außenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion Stefan Liebich gilt als treibende Kraft für ein Regierungsbündnis mit SPD und Grünen – ein Vorhaben, das bei den Genossen auf der anderen Seite des ideologischen Spektrums an Verrat grenzt.

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Trotzdem wiegelt Stefan Liebich ab. Nun sagt er: 'Ein Mitte-links-Bündnis scheiterte nun wirklich nicht an Sahra Wagenknecht. Sie hat immer wieder betont, dass sie dafür offen ist, die Ablehnung kam stets aus der SPD'.“

Das stimmt insofern, als die Sozialdemokraten die Linke angesichts radikaler Forderungen wie die nach einem Austritt aus den militärischen Strukturen der Nato für nicht regierungsfähig halten. Dennoch versinnbildlichte Wagenknecht für viele Reformer in der Linkspartei die Fundamentalopposition gegen ein Bündnis mit der SPD.

Aus: „Ihrer Partei hinterlässt Wagenknecht eine schwere Hypothek“, Welt am Sonntag, 17. März 2019