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Ausweisungen und Abberufungen sind nie gut

Auch die LINKE, die sich bislang eher Maduro-freundlich zeigte, kritisierte die Ausweisung des deutschen Botschafters. Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher der Fraktion, sagte zu BILD: „Ausweisungen und Abberufungen von Botschaftern reduzieren diplomatische Kanäle und sind daher nie gut.“

Allerdings seien Bundesregierung und Europäische Union „in der Auseinandersetzung in Venezuela Akteure, daher kann ich die Empörung des Außenministers und der EU-Außenbeauftragten nicht wirklich ernst nehmen“. Liebich warf dem deutschen Außenminister vor: „Die Einsetzung einer US-gestützten Parallelregierung löst kein Problem, diesen Weg hätte Heiko Maas niemals mitgehen dürfen.“

Trotzdem machte der Obmann der Partei um Auswärtigen Ausschuss des Bundestags klar: „Wir sind als LINKE keine Unterstützer Maduros und können die Proteste angesichts der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Situation in Venezuela gut nachvollziehen.“

Aus: "Knicken wir vor Maduro ein?", Bild, 8. März 2019