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Hartmut Seefeld

Der andere Prenzlauer Berg

Zu Besuch in einer Notunterkunft für Wohnungslose

Gutes Gespräch mit dem Team von der Notunterkunft Storkower Straße

Bei seinem Besuch in einer Notunterkunft für Wohnungslose der GEBEWO in der Storkower Straße traf Stefan auf engagierte Helferinnen und Helfer. „Seit Anfang des Jahres gibt es in dem ehemaligen Vattenfall-Bürogebäude 100 Schlafplätze, die allabendlich belegt sind“, berichtet der Koordinator der Einrichtung, Guido Fahrendholz. Ein warmes Abendbrot und Frühstück sind inklusive. Es ist ein Angebot im Rahmen der Kältehilfe des Berliner Senats. Am 31. März wird die Einrichtung schließen. Der Gastgeber berichtete, es gebe ernsthafte Überlegungen, das Haus ganzjährig offen zu halten. Die Voraussetzungen, davon konnte sich Stefan ein Bild machen, erscheinen gut.

Die Kleiderkammer lebt von Spenden

Justyna, sie möchte ihren vollen Namen nicht in einer Veröffentlichung lesen, kam vor 31 Jahren mit ihrer Familie aus Polen nach Berlin. Sie ist eine der wenigen Frauen, die hier regelmäßig einen Schlafplatz findet – 90 Prozent der Übernachtenden sind Männer –  und macht sich auch als Dolmetscherin nützlich. „Die meisten kommen aus Russland oder Polen“, sagt sie, „aber auch aus vielen anderen Ländern, und natürlich auch Deutsche finden sich hier regelmäßig ein“.

Eine warme Mahlzeit zum Abendbrot

Angesichts der funktionierenden Infrastruktur und der hohen Akzeptanz unter den Betroffenen hofft Stefan, dass der Standort eine Zukunft hat. „Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Berlin wächst, die Stadt ist auch für die Ärmsten der Armen ein Anziehungspunkt. Ihnen wenigstens ein Bett und eine Mahlzeit anzubieten, ist das Mindeste, was unsere Gesellschaft ohne Wenn und Aber leisten sollte.“