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Für eine Republik Europa

Der Reformerflügel ist weniger euphorisch. Die neue Formulierung sei ein Schritt in die richtige Richtung - aber noch nicht ausreichend. "Im Moment wird die EU von rechts angegriffen und zwar so sehr, dass es sie gefährdet," sagt etwa der Bundestagsabgeordnete und Außenpolitikexperte Stefan Liebich: "Wir als Linke haben die Aufgabe, die EU vor Strache, Salvini, Le Pen und Gauland zu retten und dann innerhalb der bestehenden EU Veränderungen zu erkämpfen. Sonst haben wir eine Mitschuld, dass die EU kaputt geht."

Liebich kämpft für einen Antrag, der eine Republik Europa fordert - und damit mehr europäische Zusammenarbeit. Vor zwei Jahren wurde dies auf einem Parteitag schon einmal abgeschmettert, aber die Partei habe sich verändert, argumentiert der Berliner Bundestagsabgeordnete. In den letzten Jahren seien besonders viele junge Menschen in die Linke eingetreten, die völlig selbstverständlich proeuropäisch aufgewachsen seien.

Aus: "Wieviel EU-Kritik darf es sein?", tagesschau.de, 22. Februar 2019