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Nato-Ultimatum ist destruktiv

In der Bundesregierung wird allerdings darauf verwiesen, die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in Europa sei auf absehbare Zeit kein sehr realistisches Szenario. Eher dürften die USA auf ihre Raketenabwehr setzen. Und selbst Grüne und Linke sehen keineswegs nur die USA am Pranger. „Statt sich mit Anschuldigungen zu überziehen, sollten Russland und die USA den Vertrag einhalten und über gegenseitige Inspektionen und Einbeziehung weiterer Länder sprechen“, fordert der außenpolitische Sprecher der Linken, Stefan Liebich. Dazu trage das „Nato-Ultimatum“ nicht bei.

Aus: "60 Tage Galgenfrist", Süddeutsche Zeitung, 6. Dezember 2018