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Säbelrasseln hilft niemandem

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Anlässlich des Treffens der Nato-Außenminister in Brüssel sprach Stefan Liebich mit dem ZDF-Morgenmagazin über den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die angedrohte Kündigung des INF-Vertrags durch US-Präsident Trump.

In dem Gespräch kritisierte Stefan Liebich Pläne für weitere Sanktionen gegen Russland: „Sanktionen sind ein untaugliches Mittel. Es gab Sanktionen, um die widerrechtliche Inbesitznahme der Krim durch Russland zurückzudrehen, das hat nicht geklappt. Dann wurden weitere Sanktionen eingeführt wegen des Agierens Russlands in der Ost-Ukraine, das hat auch zu nichts geführt.“ Sein Vorschlag:

„Wir müssen miteinander reden. Wir haben die OSZE, da sind alle Mitglied, da kann der Austausch stattfinden. Säbelrassen hilft niemandem.“

Und auch zum INF-Vertrag hat er eine klare Position: „Beide Seiten sind gut beraten, dahin zurückzukehren, wo sie Ende der 80er Jahre bereits schon mal waren: Gegenseitige Vertrauensbildung, gegenseitige Kontrollen. Wenn jetzt ein Abrüstungsvertrag gekündigt wird, marschieren wir in die völlig falsche Richtung.“

Aus: „Abrüstung: 'Mal am Riemen reißen', ZDF-Morgenmagazin, 5. Dezember 2018