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Hartmut Seefeld

Die alten Machtblöcke erodieren

Reden...

Weil das Karl-Liebknecht-Haus in ihrem Bezirk liegt, ist es für die Genossinnen und Genossen aus Berlins Mitte eigentlich ganz naheliegend, Räume dort auch für ihre Veranstaltungen zu nutzen. Die Wege bleiben relativ kurz und die Lage ist verkehrsgünstig. Das ist ja nicht überall so. Ende vergangener Woche war Stefan bei der BO „Mittlinks“ zu Gast, um über die sich fast schon überstürzenden außenpolitischen Ereignisse der vergangenen Monate zu referieren und zu debattieren. Eigentlich sollte vor allem auch die neue Rolle Chinas im Maschinenraum der Weltpolitik und dessen Beziehungen zur EU und den USA beleuchtet werden, doch schnell war man auch schon beim Syrienkrieg, dem Brexit, der Krise der Nato und den demokratiefeindlichen Entwicklungen in diversen EU-Ländern. Stefan beschrieb die wachsenden Erosionserscheinungen der alten Machtblöcke und warb um eine andere, multipolare Welt.

...und zuhören

Als es dann ans Fragen ging, gab es den Vorschlag, ob gesammelt werden sollte. Stefan lehnt das ziemlich resolut mit einem klaren Nein ab. Das wiederum löste allgemeine Heiterkeit unter den über 20 Anwesenden aus. Mangelnde Sammelleidenschaft wird in diesen Zeiten offenbar sehr schnell auch zweideutig interpretiert.