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Eskalation gefährdet den Euro

Für Stefan Liebich von der Linkspartei ist die Sache klar: „Es gibt gute Gründe die rechte italienische Regierung für ein Steuersystem, das die Reichen begünstigt, zu kritisieren, aber es wäre ein Irrweg jetzt mit einem Defizitverfahren Wasser auf die Mühlen der Europagegner in Rom zu gießen“, sagte der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion „Die Linke“ unserer Redaktion. Eine Europäische Union, „die sich nur für Staatsschulden, nicht aber für Jugendarbeitslosigkeit und soziale Schieflagen interessiert, zerstört sich selbst“, sagte Liebich der NOZ weiter. Notwendig sei hingegen, „öffentliche Investitionen von den Maastrichter Schuldenregeln auszunehmen. Nur so kann Italien es schaffen. Eskaliert Brüssel weiter, gefährdet es den Euro.“

Aus: "SPD und Linke sehen Defizitverfahren gegen Italien vor Europawahl als Gefahr", Neue Osnabrücker Zeitung, 14. November 2018