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Stefan Liebich

Ukraine vor der Wahl

Mit der Zukunft der Ukraine auf Du und Du.

Im kommenden Jahr finden in der Ukraine Präsidentschaftswahlen statt und es ist nicht unwichtig, wer in Zukunft an der Spitze dieses großen Landes im Osten Europas stehen wird. Also fuhr ich zum „15. Yalta European Strategy Meeting“ nach Kiew, auch um zu erfahren, mit welchen Ideen der Amtsinhaber und drei seiner Herausforderer die Wahl gewinnen wollen. Präsentiert haben sich neben Petro Poroschenko mit Julia Timoschenko und Anatolij Hryzenko zwei alte Bekannte der ukrainischen Politik sowie der Musiker Slava Vakarchuk. Letzterer zierte sich jedoch noch, seinen Hut in den Ring zu werfen. Die Wähler haben aber offensichtlich keine Qual der Wahl – die Ideen sind alle aus einem Guss – pro EU, pro NATO, kontra Russland. Poroschenko stellte einen besonderen Optimismus zur Schau, als er nicht nur die Mitgliedschaft seines Landes in NATO und EU beschwor, sondern als er deklamierte, dass das nächste Strategietreffen in Jalta auf der Krim stattfinden möge.

Beim Yalta European Strategy Meeting

Warum wir als Linke nicht gegen „die Ukraine“ und „für Russland“ sind, oder umgekehrt, erkläre ich in meinem Reisebericht.

Gedenken in Babyn Jar

Deutlich spannender waren meine Treffen mit Linken in der Ukraine, die sich dort gegen die Oligarchen auflehnen, die gegen Homophobie kämpfen und für eine bessere Integration von Sinti und Roma.

Tief bewegt hat mich mein Besuch in der Schlucht von Babyn Jar, wo deutsche Besatzer 1941 innerhalb von zwei Tagen 33.771 Jüdinnen und Juden ermordete. Diese Opfer dürfen wir nie vergessen und es wäre wichtig, wenn diese Gräueltaten endlich gründlich aufgearbeitet werden und ihnen eine zeitgemäße Gedenkstätte gewidmet wird.