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"Auf einen Latte Macchiato bei freiem Geleit"

Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn

Mein Bürgermeister Sören Benn hat eine wunderbare Replik auf den Revolutionsruf des CSU-Politikers Alexander Dobrindt geschrieben, die in der „Welt“ veröffentlicht wurde:

„Alexander Dobrindt hat recht: Deutschland ist nicht der Prenzlauer Berg, sonst hieße es ja Prenzlauer Berg und nicht Deutschland. Aber er hat natürlich auch unrecht: Denn wenn Prenzlauer Berg die öffentliche Debatte bestimmte, wäre ich vielleicht bald Bundeskanzler und ganz Deutschland rotrotgrün versifft.

Nicht auszudenken. Denn bekanntlich werden hier wegen dem Genderwahn kaum noch Kinder geboren und alle ziehen weg, weil es so gefährlich auf den Straßen ist wegen der vielen Ausländer und Hipsterbärte. Außerdem verstehen wir einander kaum, weil wir uns auf keine Sprache einigen können.

Auch gegen alle Formen der Ehe haben wir ein Gegenmittel: unser Standesamt. Diese unselige Willkommenskultur, die Millionen von Flüchtlingen anlockt, ist hier geradezu eine Seuche, und es gibt kaum Gegenmittel. Hat man sich Solidarität erst mal gesellschaftlich eingetreten, eitert sie schlecht wieder raus.

Ich lade Herrn Dobrindt bei freiem Geleit gern auf einen Latte Macchiato in den Prenzlauer Berg ein, damit er sich davon überzeugen kann, dass in Wirklichkeit alles noch viel schlimmer ist. Nur in einem wird er uns nicht tadeln müssen. Der Kapitalismus funktioniert hier wie geschmiert. Wir robben uns an die Münchner Immobilienpreise ran. Aber wir arbeiten dran, München den Rang nicht abzulaufen. Da muss er sich keine Sorgen machen.“