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Hartmut Seefeld

„Wir wollen verändern“

Stefan Liebich kandidiert auf Platz 2 der Berliner Landesliste für den Bundestag

Es war gut geheizt am Sonnabend im Bunsensaal des WISTA-Veranstaltungszentrums Adlershof, doch wirklich heiß ging es bei der Vertreter*innenversammlung zur Abstimmung über die Berliner Landesliste zur Bundestagswahl nicht her. Außer vielleicht Evrim Sommer, deren Kandidatur auf Platz 5 die Neuköllnerin Judith Benda letztlich erfolglos zu verhindern suchte, kam an diesem Tag  wohl niemand recht ins Schwitzen. Ohne jegliche Nachfrage und Kritik wurde von den Delegierten dem Listenvorschlag des Vorstands der Segen gegeben.

Ungeteilte Aufmerksamkeit für Stefans Rede.

Mit 101 von 149 Delegiertenstimmen, das sind etwas mehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten, wurde Stefan Liebich auf dem Listenplatz zwei bestätigt. Zuvor wurde Petra Pau mit über 83 Prozent der Stimmen zur Berliner Spitzenkandidatin der LINKEN gekürt.

Gregor Gysi und Katina Schubert gratulieren dem Spitzentrio.

In seiner Bewerbungsrede setzte Stefan Liebich einen starken Akzent auf die Außenpolitik. Erneut kritisierte er, dass immer noch mit zweierlei Maß gemessen werde: „Wer Kriege mit Bomben oder Drohnen führt, riskiert immer, dass unschuldige Zivilisten ihr Leben verlieren. Für sie ist es aber egal, ob sie durch einen amerikanischen Boeing-, einen französischen Mirage- oder russischen MiG-Kampfbomber getötet oder verletzt werden! Eine wirkliche Friedenspartei darf nicht bei denen einen laut und den anderen leise protestieren!“

Ebenso nimmt er die aufkeimenden Koalitionsspielereien in die Kritik: „Die SPD und Schulz schließen eine weitere große Koalition ebenso wenig aus, wie die Grünen eine Regierung mit CDU/CSU oder in einer Ampel mit der FDP. Ohne DIE LINKE werden dann auch in den kommenden Jahren die Ostrenten nicht zügig angeglichen, die Zwei-Klassen-Medizin nicht abgeschafft, die Ehe für Alle nicht eingeführt, die Kinderarmut insbesondere bei Alleinerziehenden nicht bekämpft und werden die Waffenexporte in Kriegsgebiete nicht gestoppt.“

Und so zieht er zum Ende seiner Rede ein Fazit, unter dem er einst schon in der PDS Wahlkampf machte: „Alle wollen regieren, wir wollen verändern!“