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Drei Tage Arbeiterklasse

mit Anzug, aber im Wahlkampf

Von Dienstag bis Donnerstag war ich Kraftfahrer des Liebich-Mobils. So ergab es sich einige Male, dass ich zusammen mit Stefans Fahrer, Herrn Walter, Auto an Auto wartend auf den weltbesten Kandidaten der Linkspartei.PDS auf Straßen und Plätzen unseres Bezirkes herumstand. Bisher kannte mich Herr Walter nur als genervten Berliner Abgeordneten, der in Schlips und Kragen an ihm vorbeihechelte zum nächsten wichtigen Termin. Jetzt in Jeans und giftgrünen T-Shirt des Liebich-Teams kam man stattdessen zum Fachsimpeln zwischen Kraftfahrer und Kraftfahrer über günstigste Fahrstrecken und Schleichwege und über all die anderen uns umzingelnden unfähigen Autofahrer und AutofahrerInnen in dieser Stadt. Schade, dass ich ab heute wieder "nur" Abgeordneter bin. Liebich-Mobil-Fahren, mindestens bis zum 18. September, würde mir im Moment besser gefallen ...
Gernot