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Tipp aus dem Ministerium

„Ich erhielt von einer jungen Frau aus Buch, deren Vater beim Bundesinnenministerium arbeitet, den Hinweis, dass dort nicht mehr benötigte Möbel herumstehen“, sagt Stefan Liebich. Dabei handelt es sich um Mobiliar, das im Ministerium nach dem Umzug in sein neues Gebäude am Moabiter Werder keine Verwendung mehr fand. Der Pankower Abgeordnete sprach daraufhin den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Dr. Günter Krings (CDU), an. Beide kennen sich durch die Arbeit in der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe. Liebich fragte an, ob die nicht mehr benötigten Möbel nicht dem Bucher Flüchtlingsheim zur Verfügung gestellt werden könnten. „Ich hatte offen gestanden wenig Hoffnung, dass das klappt“, sagt er.

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Liebich: „Die Mitarbeiter im Bundesinnenministerium klemmten sich dann richtig dahinter. Wenig später hatte ich die Zusage.“ Allerdings war noch der Transport nach Buch zu organisieren. Das Pankower THW musste abwinken. „Weil es sich um einen Möbeltransport handelt, hätten die Kameraden Ärger mit der IHK bekommen“, erklärt Liebich. Daraufhin sprach er die Firma Zapf-Umzüge an, die als sozial engagiert gilt. Die erklärte sich bereit, mit einem Meister und Azubis den Transport zu übernehmen. 17 freiwillige Helfer aus Liebichs Umfeld beluden dann den Lkw im Ministerium. So konnte diese Großspende binnen kurzer Zeit im Bucher Flüchtlingsheim übergeben werden. Dort packten die Flüchtlinge mit an, um die Möbel in die vorgesehenen Räume zu verteilen.
Aus: „Ministerium spendet Flüchtlingen in Buch überflüssiges Mobiliar“, Berliner Woche, 02. Juli 2015