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Gabi Kuttner

Wahlkreisbüro international

Unabhängig von Ämtern und Serviceeinheiten gibt es im Bezirksamt Pankow eine Reihe von Beauftragten für die unterschiedlichsten Themenbereiche. Das wussten wir schon, und ein Treffen mit der Integrationsbeauftragten Katarina Niewiedzial stand schon lange auf Stefans Plan. Am Mittwoch klappte es dann.

Katarina Niewiezial (r.) und Amélie Petroni (l.)

Katarina Niewiedzial, selbst aus einer polnischen Familie stammend, und ihre italienische Mitarbeiterin Amélie Petroni besuchten Stefan im Wahlkreisbüro. Für Temperament war also gesorgt.

Auch wenn Pankow kein sozialer Brennpunkt ist, haben wir die meisten Zuzüge aller Berliner Bezirke. Jeder Zweite kommt aus dem Ausland. Die meisten aus Polen, Italien und Spanien. Nicht alle mussten vor Krieg, Not und Gewalt fliehen. Zunehmend kommen auch Menschen aus europäischen Krisenländern. Sie sind oft hoch motiviert und qualifiziert. Katarina Niewiedzial sagt: „Wir haben die Chance, Integration als positive Geschichte zu erzählen.“

Willkommenskampagne: GenauPankow!

Trotzdem sollte auf politischer Ebene Integration nicht so stark mit dem Sozialbereich vermischt werden. Die Ansprüche sind und bleiben unterschiedlich und müssen von den Ämtern auch so behandelt werden. Allerdings erschwert mangelnde Flexibilität bei einigen Eingliederungsvoraussetzungen eine schnelle Integration. Wie bei der Anerkennungen von Diplomen oder der zwei Jahre dauernde Integrationskurs. Das deckt sich mit den Aussagen der Projekte, mit denen Stefan bereits sprach. Genannt seien hier nur Ayekoo e.V., die OASE und Renate Stark von der Caritas. Mit all diesen Stellen arbeiten auch Katarina Niewiedzial eng zusammen.

Willkommenskampagne: GenauPankow!

Sie sagt auch: „Doch es reicht nicht, wenn die Integration aufgrund einer Kette von Zufällen gelingt. Wir müssen die Wege zum Integrationserfolg institutionalisieren." Integration passiert vor Ort und die Menschen brauchen gebündelte Informationen an zentralen Stellen. Ein ständiges Weg- bzw. Weitergeschicke in Ämtern schafft ja schon uns Einheimische und wir haben keine Sprachbarriere.

Das hat das Bezirksamt aber im Blick. Immer wieder wird an der Durchsetzung mehrsprachiger Beschriftungen und die der ausliegenden Formulare in den Bürgerämtern gearbeitet. Auch wird über die Teilnahme an einem Englischkurses für MitarbeiterInnen mit Bürgerkontakt nachgedacht.

Willkommenskampagne: GenauPankow!

Ein unterstützender Beitrag ist auch die bald vorliegende Studie darüber, welche Migrantengruppen welchen Bedarf sehen, und in welcher Form sie sich jetzt schon beteiligen. Denn es geht darum, Möglichkeiten für strukturelle Veränderungen zu identifizieren.

Wichtig ist, die Wanderungen in der Welt werden nicht aufhören aber Integration darf nicht mit Assimilation verwechselt werden.