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Nicole Trommer

Kritik an der Kritik

Ukraine-Konflikt bewegte die Gemüter beim Basitag

Stefan und Sören auf dem Podium.

Der Basistag unseres Pankower Bezirksverbands, der ja eigentlich ein Basisabend ist, hatte gestern die Ukraine-Krise auf der Tagesordnung und Stefan war als Referent ins Karl-Liebknecht-Haus eingeladen worden.

Detailliert beschrieb er die Ursachen für die Krise, erläuterte die verschiedenen Perspektiven, zeigte die Interessen der einzelnen Akteure auf, zog zum Vergleich immer wieder historische Parallelen heran und verdeutlichte die Tragweite beispielgebend mit anderen Krisen und Kriegen. Einige der Zuhörerinnen und Zuhörer scharrten dabei unruhig mit den Füßen oder brubbelten Bemerkungen vor sich hin. Etliche unter den vor allem älteren Genossinnen und Genossen, denen die Freundschaft zur Sowjetunion in DDR-Zeiten durchaus ernst war, und die sich darum dem Russland von heute noch besonders eng und oft auch kritiklos verbunden fühlen, zeigten sich von der politischen Gemengelage irritiert. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass bei der anschließenden Fragerunde Meldungen aus der Zuhörerschaft vor allem Statements für Russland beinhalteten. Stefan und auch Sören Benn, der als Bezirksvorsitzender den Abend moderierte, zeigten Verständnis für die emotionale Verbundenheit mit den Menschen in Russland, mahnten jedoch, dass trotz aller Freundschaft die russische Regierung für ihre Rolle in diesem Konflikt kritisiert werden kann und muss.