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Wachstumsprogramm für Griechenland

Der Obmann der Linksfraktion im Auswärtigen Ausschuss im Bundestag, Stefan Liebich, warnte die CDU davor, Entscheidungen, die die griechische Regierung in die Lage versetzen könnten, das Land zu stabilisieren, abzulehnen. „Ließe sich die Bundeskanzlerin von dieser Blockade beeindrucken, könnte es für Deutschland teuer werden. Die deutschen Steuerzahler haften nach jetzigem Stand mit fast 80 Milliarden Euro – fast einem Viertel des Bundeshaushalts“, sagte Liebich dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

Gleichwohl sieht Liebich neue Hilfen für Athen skeptisch. „Ein drittes sogenanntes Rettungspaket analog zu den beiden bisherigen aufzulegen, wäre verheerend“, sagte er. Nötig sei vielmehr ein Wachstumsprogramm, vergleichbar mit dem Marshall-Plan für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. „Dass dies etliche Unions-Abgeordnete verweigern wollen, verheißt für die Europapolitik Deutschlands nichts Gutes.“

Aus: „Merkel droht Aufstand der Griechenland-Kritiker“, Handelsblatt-online, 10. März 2015