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Hartmut Seefeld

Mit Karacho

Benefizkonzert für Stille Straße in der Pankower Pfarrkirche

Sie lassen sich nicht unterkriegen, von niemandem. Seit fast schon drei Jahren kämpfen Pankower Seniorinnen und Senioren um den Erhalt ihrer Begegnungsstätte in der Stille Straße 10, die das Bezirksamt und das Land Berlin nicht weiterfinanzieren möchten weil sie das Haus gern verkaufen würden.

Die „renitenten Rentner“, wie sie eine Boulevardzeitung bezeichnete, besetzten 2012 kurzer Hand ihren Treff, machten weltweit Schlagzeilen mit dieser über 100 Tage währenden Aktion, gewannen die Volkssolidarität als Partner, gründeten einen Förderverein, erlitten im Herbst vergangen Jahres eine herbe Niederlage, als die Berliner Lottostiftung die beantragten Gelder für eine notwendige Teilsanierung der Immobilie verweigerte – und geben trotzdem nicht auf.

Frank Viehweg

„Pankow laut“ hieß die neueste Rettungsaktivität, ein Benefizkonzert in der Alten Pfarrkirche am Anger. Laut war es, als zum Auftakt vor bis zu 120 Besucherinnen und Besuchern am vergangenen Donnerstag die junge Rockband „Pocketmind“ das altehrwürdige Gemäuer in Schwingungen versetzte, oder die Bläser der Swingband „Super One Eleven“ ihren Blechblasinstrumenten großartige Klänge entlocken. Doch es gab auch leise Töne, etwa als der Liedermacher Frank Viehweg seine Balladen sang oder der Ehm-Welk-Literatur-Preisträger Henry-Martin Klemt aus seinen Werken rezitierte.

Knapp 900 Euro kamen nach dem vierstündigen Programm zusammen, sehr zur Freude der Initiatoren. „Das macht Mut“, sagte die Sprecherin des Fördervereins Eveline Lämmer und sie konnte noch eine, zumindest vorerst gute Nachricht verkünden: Der Betreibervertrag mit der Volkssolidarität ist bis Ende dieses Jahres verlängert worden. So wurde Zeit gewonnen, weiter an einer dauerhaften Lösung zu arbeiten.