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Gabi Kuttner

Anschaulicher Besuch

Schule im Grünen zu Gast im Bundestag

Da Stefan als Teil einer kleinen Bundestagsdelegation Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Nordafrika begleitet, übernahm der Sprecher für Kinder- und Jugendpolitik unserer Fraktion Norbert Müller das MdB-Gespräch für unsere Gäste aus der Schule im Grünen in Berlin Malchow.

Sein Themengebiet und sein jugendliches Alter passten sehr gut zur Gruppe. Er fand den richtigen Ton, die anfangs recht schüchternen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 aufzuschließen.

Zunächst interessierten sich die Gäste für die Berufe und das Alter der Mitglieder unserer Fraktion und sie fanden es richtig gut, dass ein Hochschulstudium keine Voraussetzung für die Arbeit im Bundestag ist. Norbert hob auch hervor, dass ein Großteil der politischen Arbeit der Abgeordneten in den Fachausschüssen geleistet wird. Er selbst ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Kinderkommission des Bundestags.

Gut war auch, dass keine in der Schule vorbereiteten oder gar zuvor auswendig gelernten Fragen gestellt wurden, eher widerspiegelten sie die Gedanken und Emotionen ihrer Generation. Themen waren die Pegida-Bewegung und die AfD und ob diese zu Recht als rechts abgestempelt werden, warum wir so viele Flüchtlinge aufnehmen würden, obwohl die Armut in Deutschland ständig wachse, warum Deutschland so viele Waffen in Krisengebiete verkauft und damit die Konflikte anheizt und auch ob durch den Konflikt zwischen USA/Ukraine und Russland ein Dritter Weltkrieg droht?

Als die Schülerinnen und Schüler nach dem Ende der Fragerunde den Raum im Bundestag verließen, wurde in dem Moment im Foyer eine Ausstellung des österreichischen Malers und Fotografen Manfred Bockelmann und des israelische Künstlers Jehuda Bacon aufgebaut. Es sind Porträts junger Menschen, die zwischen 1941 und 1945 ermordet wurden, weil sie Juden, Slawen oder Sinti und Roma waren, weil sie an körperlichen oder geistigen Gebrechen litten oder auch, weil man ihre Eltern zu Regimegegnern erklärte. Das eben Diskutierte wurde für die Jugendlichen plötzlich ganz greifbar.