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Stefan Liebich

Indische Woche

In dieser Woche war ich für mehrere Tage in die Hauptstadt Indiens, Neu-Delhi, gereist. Ich traf dort den Fraktionsvorsitzenden der Kommunistischen Partei Indiens (Marxisten), besuchte das Regionalbüro Südasien der Rosa-Luxemburg-Stiftung und nahm an einem Treffen der Münchener Sicherheitskonferenz teil.

Bei dieser Konferenz haben wir über die Lage in Afghanistan gesprochen, über aufstrebende Mächte und Sicherheitsarchitekturen in Europa und Asien. Mit dabei waren auch Minister aus Indien, Mexiko und Afghanistan sowie Botschafter und Regierungsvertreter aus Russland, China, USA, Australien und zahlreichen anderen Ländern. Wie kontrovers die Positionen immer noch sind zeigte die Debatte über die Ukraine. Besonders bemerkenswert fand ich die kritisch gemeinte Aussage des Nationalen Sicherheitsberaters des indischen Premierministers, Ajit Kumar Doval, der mit Blick auf einige Mitgliedsstaaten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sagte: "Mit großer Macht kommt große Verantwortung." Das habe ich aber irgendwo schon mal gehört...

Nach dem Abschluss der "offiziellen" Konferenz machte ich mich auf den Weg zur Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Südasien. Der Leiter des Südasienbüros, Carsten Krinn, und sein Team kümmern sich insbesondere um Arbeitnehmerrechte, die Zukunft des ländlichen Raums und die Verbindung linker Theorie und Praxis in Indien, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka. Gute Leute!

Gemeinsam mit Carsten Krinn traf ich anschließend den Fraktionsvorsitzenden der Kommunistischen Partei Indiens (Marxisten) im indischen Parlament, Sitaram Yechury. Wir tauschten uns über die neue BJP-Regierung, die Rolle der UNO und die Entwicklung unserer Partei aus. Die KPI(M) wünscht sich engere Kontakte zum Karl-Liebknecht-Haus, wofür ich mich gern einsetzen werde.