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Herr Liebich, wollen Sie wieder eine SED schmieden?

Interview im Berliner Kurier am 13. August 2005

VISION Große Linkspartei bundesweit ab 2006

Berlin - Die WASG ist von der Linkspartei.PDS in Berlin mit den aussichtslosen Listenplätzen 6 und 14 für die Bundestagswahl abgespeist worden – Eiszeit zwischen den beiden Parteien. Ronald Gorny sprach mit PDS-Landeschef Stefan Liebich über eine gemeinsame Linkspartei – wie damals bei der SED.

War's das mit der Zusammenarbeit mit der WASG?

Nein. Zur Bundestagswahl tritt jetzt die Linkspartei.PDS noch als eigenständige Partei an, mit WASG-Mitgliedern auf ihrer offenen Liste. Bei der Abgeordnetenhauswahl im kommenden Jahr könnten wir jedoch bereits eine gemeinsame Partei oder auf dem Weg dahin sein.

Wie soll das funktionieren?

Notwendig dafür wäre eine Urabstimmung unter allen

60 000 PDS-Mitgliedern. Ich glaube, dass es dafür eine Mehrheit geben würde. Dieser neuen Linkspartei könnten sich PDS- und WASG-Mitglieder, aber auch Linke anschließen, die noch keine politische Heimat haben.

Auch die SED ist aus KPD-Mitgliedern entstanden ...

Sie denken an die KPD? Keine Sorge. Eine Vereinigung mit der DKP kommt da nicht infrage, weil es eine sehr kleine, in der Bevölkerung nicht verankerte Partei ist, die das jetzige System grundsätzlich ablehnt.

(c) Berliner Kurier