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Sanktionen wären Beitrag zur Eskalation

Der Außenexperte der Linksfraktion im Bundestag, Stefan Liebich, warnte hingegen, die Verhängung von Sanktionen sei derzeit eher ein „Beitrag zur Eskalation“. „Sie verkomplizieren die Lösungssuche statt sie zu befördern“, sagte Liebich Handelsblatt Online. „Die zugespitzte Situation in der Ukraine erfordert ein hohes Maß an Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft auf beiden Seiten statt die Anhäufung weiterer Hindernisse.“

Jegliche Versuche, Russland stärker in die wirtschaftliche und politische Isolation treiben zu wollen, machten die Reaktionen aus Moskau unberechenbarer, sagte der Linke-Politiker weiter. „Ich plädiere dafür, auf allen Wegen, in der OSZE und im Europarat, im Uno-Sicherheitsrat und auch auf dem G8-Gipfel, in direkte unmittelbare Verhandlungen zu treten“, so Liebich. Mittel- und langfristig sollte der Westen Russland noch stärker als Partner einbinden.

Aus: „US-Drohungen gegen Putin spalten deutsche Politik“, handelsblatt-online, 04.03. 2014