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Fabian Wolf

Komplexe Wahrheiten

Schülerinnen und Schüler des OSZ Marcel Breuer zu Besuch im Bundestag.

In den Sitzungssälen des Paul-Löbe-Hauses tagen Ausschüsse des Bundestags, finden Besprechungen statt – und finden hin und wieder auch Bürgerinnen und Bürger ihren Weg in die Politik. So auch am 25. Februar, als Schülerinnen und Schüler des Weißenseer Marcel-Breuer-Oberstufenzentrums den Bundestag besuchten und natürlich auch „ihren“ Bundestagsabgeordneten Stefan Liebich mit Fragen löcherten. Schnell kamen sie auf die Ukraine zu sprechen. Die Eskalation der Demonstrationen regten zu kritischen Fragen an, nach der Rolle des eingesetzten Präsidenten oder der faschistischen Swoboda-Partei. Schnell stellte Stefan klar: „Einfache Antworten, wie man sie häufig haben möchte, wird es nicht geben“, dafür sei die Wahrheit zu komplex. Und er warnte: „Wenn die Oligarchen sich jetzt den nächsten Politiker suchen, der Politik in ihrem Sinne macht, haben die Menschen dort nichts gewonnen.“

Der Bürgerkrieg in Syrien war ebenfalls Gesprächsthema. Stefan kann es sich durchaus vorstellen, dass Bundeswehrsoldaten die Vernichtung syrischer Chemiewaffen im Mittelmeer absichern: „Da machen Soldaten der Bundewehr endlich einmal was Sinnvolles indem sie für Abrüstung sorgen.“

Einigkeit herrschte zwischen seinen Besuchern und Stefan in der Ablehnung der Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze, deren Abschreckungswirkung an den Kalten Krieg erinnere.
Auch die olympischen Spiele waren Thema und die Politikverdrossenheit. Es entwickelte sich wunderbare Debatte und der Besuch machte so wieder einmal deutlich, wie wichtig auch die direkte Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern ist.