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Hartmut Seefeld

Mythos Ernst Thälmann

Fototermin am Thälmanndenkmal

Als Schüler war Stefan Thälmannpionier. Für jemanden, der in der DDR aufwuchs, ist das wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal. Der Glaube, das „Teddy“ wie der im KZ Buchenwald 1944 ermordete Vorsitzende der KPD in der DDR gern genannt wurde, ein Mensch ohne Fehl und Tadel war, begleitete Stefan lange. Später hat er viele dieser Dinge, an die er vorbehaltlos geglaubt hat, intensiv hinterfragt und so oft genug auch die kritischen Seiten erfahren.
In Berlin, im Pankower Ortsteil Prenzlauer Berg, steht seit 1986 eine gewaltige, 50 Tonnen schwere Thälmannskulptur des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel. Sie ist das Herzstück des Wohngebiets Thälmannpark. Die Zeitschrift „Super Illu“ hat nun Stefan Liebich und den gleichaltrigen Pankower CDU-Politiker Philipp Lengsfeld zum Streitgespräch darüber geladen, wie heute mit den zahllosen Straßen in den neuen Bundesländern und auch dem Denkmal umgegangen werden soll, die den Namen von Ernst Thälmann tragen. Es gab überraschende Antworten.