Menü X
Gabi Kuttner

Bezahlbares Wohnen

Katrin Lompscher, Stefan Liebich, André Holm und Christine Keil (v.l.) auf dem Podium.

Wie sehr dieses Problem den Pankowerinnen und Pankowern unter den Nägeln brennt, zeigte vorigen Dienstag die gut besuchte Informationsveranstaltung der Pankower LINKEN in den Räumen der Stadtmission in der Berliner Straße. Vor allem Ältere waren gekommen, längst nicht alle waren Mitglieder der LINKEN.
Stefan Liebich moderierte das mit dem Stadtsoziologen André Holm, der Bezirksstadträtin Christine Keil, dem Bezirksverordneten Michail Nelken und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Berliner Abgeordnetenhaus Katrin Lompscher kompetent besetzte Podium.
„Wenn sich Sanierungsankündigungen wie eine Drohung anhören“, dieser Satz prägte die Debatte an diesem Abend besonders. Auf besonderes Interesse stießen die Ausführungen über die differenzierte Zusammensetzung der Pankower Bevölkerung, dass der Aufwertungsprozess von Prenzlauer Berg aus Pankow längst erreicht hat. Auch nach dem Ende der Diskussion blieben viele Gäste noch vor Ort, diskutierten mit den Mitgliedern des Podiums in kleinen und großen Gruppen über Sinn und Nutzen einer Erhaltungsverordnung für ihr Wohngebiet, wie man sich bei Sanierungsankündigungen verhält, wo es in Pankow bereits Mieterproteste gibt. Ratschläge und Informationen wurden, ein Novum, mit Beifall quittiert.
Der Abend endete mit einer Pointe. Ein Bürger beklagte die seit Jahren brachliegende Fläche gegenüber dem Neumann-Forum. Ein Großteil des Areals gehört der VR China, die dort zu DDR-Zeiten ihre Botschaft bauen wollte. Mit dem Problem stieß er bei Stefan auf offene Ohren. Schließlich ist China eins jener Länder, für die er als Außenpolitiker zuständig ist. Der Bürger wird wohl bald eine Antwort bekommen.