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Stefan Liebich

Friedensdividende für Nahost

Auf Einladung der Stadt Mannheim referierte ich gestern in der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Israel heute", die vom Freundes- und Förderkreis der Haifa-Foundation und der Jüdischen Gemeinde unterstützt wird, zum selbst gewählten Thema "Israel, die deutsche Staatsräson und die Perspektiven einer Zwei-Staaten-Lösung - Ein linker Blick auf den Nahen Osten".

Zur Kernaussage meines Vortrags, dass es immer noch eine Chance auf nachhaltigen Frieden in der geplagten Region gibt, weil die unglaublichen Ressourcen, die für die gewaltsame Fortführung der gegenwärtigen Situation verschwendet werden, für so viel sinnvollere Dinge fehlen, entspann sich im Nachgang eine interessante Debatte. Ich glaube ganz fest, dass wenn die soziale Frage in Israel wieder eine größere Priorität erhalten wird und wenn auch die bereits aufbegehrende palästinensische Jugend vor allem an eine Zukunftsperspektive für sich und ihre künftigen Familien denkt und wenn es dann (wieder) mutige Politikerinnen und Politiker gibt, die das zu ihrem Hauptziel machen, es einen Frieden geben kann. Viele "Wenns", ich weiß, aber - so schloss ich den interessanten Austausch - wenn ich nicht an die Möglichkeit grundsätzlicher Veränderungsmöglichkeiten glauben würde, wäre ich nicht linker Politiker geworden.