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Hartmut Seefeld

Dach über den Kopf

Der Weg zum Büro der Zeitung „Straßenfeger“ führt Stefan durch die Wärmestube des „Kaffee bankrott“. Der Raum ist an diesem eiskalten Januarabend gut gefüllt, Stimmengemurmel erfüllt die rauchgeschwängerte Luft. Das Obdachlosenprojekt des mob e.V., neben der Zeitung und der Kaffeestube gibt es auch einen Trödelpoint sowie eine Notübernachtung für zehn Männer und sieben Frauen in getrennten Schlafräumen, hat eine attraktive Adresse - Prenzlauer Allee 87 mitten in Prenzlauer Berg. „Wir haben hier vor Jahren richtig viel investiert, das war vorher eine totale Ruine mit freiem Blick zum Sternenhimmel“, berichtet Andreas Dülick, der Stefan Liebich zu einem Besuch eingeladen hatte. „Es ist total wichtig, solche niedrigschwelligen Angebote besonders in Berlins Innenstadt zu leisten“, sagt der Projektleiter, „denn wir müssen dort sein, wo uns auch die Wohnungslosen und Obdachlosen erreichen können, Schickimicki hin oder her“. Damit stieß er bei Stefan auf offene Ohren, der seinerseits dem mob e.V. auch in Zukunft seine Unterstützung versicherte.