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Gabi Kuttner

Neustart für Stille Straße

teamliebich unterwegs

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und auch in Pankow gilt bezüglich der zahlreichen Neujahrsempfänge uneingeschränkt der alte Silvesterspruch „The same procedure as every year“. Den Reigen eröffnet hat am 8. Januar ausgerechnet das Team um Doris Syrbe aus der Seniorenbegegnungsstätte Stille Straße. Nach dem Schließungsbeschluss des Bezirks im vergangenen Frühjahr und der anschließenden mutigen monatelangen Besetzung war daran partout nicht zu denken. Glück und Erleichterung war allen Teilnehmern des Empfangs darum deutlich anzusehen.
Mit bemerkenswerter Gründlichkeit und vielen persönlichen Worten wurde nahezu jedem gedankt, der ihnen in dieser aufreibenden Zeit zur Seite stand. Natürlich auch Stefan Liebich, seine Rose nahm ich gern stellvertretend für ihn entgegen. Illustriert wurde die Danksagung durch wunderbare Fotos aus der Zeit der Besetzung untermalt mit spanischer Musik. Fast kam ein wenig Wehmut auf. Schmunzeln über Bilder, auf denen Klaus Lederer und Elke Breitenbach vegetarisches Gulasch kochten – und es allen lecker schmeckte. Bei aller Anstrengung, es herrschte dort immer auch ein bisschen Ferienlageratmosphäre und es gab trotz alledem viel zu lachen.
Und es geht weiter. Bereits einen Tag vor dem Neujahrsempfang erfolgte die feierliche Schlüsselübergabe durch Bezirksstadträtin Christine Keil an die ehemaligen Besetzerinnen und Besetzer sowie die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bezirksamt Pankow und der Volkssolidarität durch Christine Keil und Heidi Knake-Werner. Ende dieses Jahres, so das Ziel, soll dann ein langjähriger Erbbaupachtvertrag alles endgültig besiegeln. Das Veranstaltungs- und Kursangebot in der berühmten Seniorenfreizeitstätte bleibt erhalten, natürlich ohne fremde Regie. Denn das können sie, die Pankower Seniorinnen und Senioren - ihre Angelegenheiten in ihre eigenen Hände nehmen.