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Frage an die Bundestegierung: Würdige Übergabezeremonie für die Schädel aus dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Herero, Nama und Damara

Welche konkreten Vorstellungen hat die Bundesregierung für eine würdige Gestaltung der nun für diesen Herbst vorgesehenen Übergabezeremonie für die Schädel aus dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Herero, Nama und Damara von 1904 bis 1908 an eine Delegation aus Namibia, und wie wird sich die Bundesregierung selbst beteiligen?

Antwort der Staatsministerin Cornelia Pieper vom 19. September 2011

Der offizielle Übergabeakt wird am 30. September 2011 in der Berliner Charité stattfinden. Anwesend sein werden die namibische Regierungsdelegation, namibische Stammesvertreter, der Bischof von Windhuk, Zephania Kameeta, sowie der Botschafter der Republik Namibia in der Bundesrepublik Deutschland. Gastgeber der Übergabezeremonie wird Charité-Vorstand Prof. Dr. Karl Max Einhäupl sein.

Der Übergabeakt ist seitens der Charité im Einvernehmen mit der namibischen Regierung und der Bundesregierung als öffentliche, auch für Presse und Medien zugängliche Veranstaltung konzipiert.

Die derzeitigen Planungen für den Ablauf der Übergabezeremonie sehen Redebeiträge durch Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, den namibischen Kulturminister Kazenambo Kazenambo als Leiter der namibischen Delegation, durch einen Vertreter der traditionellen Stammesgruppen oder Bischof Zephania Kameeta (für die Stammesvertreter) sowie durch mich als Vertreterin der Bundesregierung vor.

Die Moderation der Veranstaltung soll von einem Vertreter der Charité übernommen werden. Die Zeremonie wird auf Englisch stattfinden. Geplant ist auch eine Schweigeminute für die Opfer des Kolonialkrieges 1904 bis 1908. Die Bundesregierung stimmt sich hinsichtlich der Vorbereitung des Übergabeaktes kontinuierlich und eng mit der Charité als Gastgeberin sowie der namibischen Botschaft ab. Sie steht der Charité mit Blick auf das Veranstaltungsmanagement beratend zur Seite.