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»Innere Sicherheit im 21. Jahrhundert: Wo bleiben unsere Grundrechte?«

Edathy, Liebich, Korte

Zum 8. Mal fand am Mittwoch die Gesprächsreihe Brot, Pop und Politik – Stefan Liebich und Gäste im Blauen Salon der Brotfabrik statt. Trotz Fußball-EM, super Wetter und einem inzwischen rot gestrichenen Blauen Salon diskutierten Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses des Bundestages und SPD-Mitglied und Jan Korte, Mitglied des Innenausschusses und Mitglied von DIE LINKE über »Innere Sicherheit im 21. Jahrhundert: Wo bleiben unsere Grundrechte?«.

Stefan Liebich begann den Abend nach der musikalischen Einstimmung durch das Duo von »muzetroyal« und der Vorstellung seiner Gäste mit einem Zitat Benjamin Franklins: »Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren«.

In diesem Tenor verlief der ganze Abend. Immer wieder die Frage an die Gesprächspartner, wie sicher ist Deutschland, was macht Deutschland sicher, was schränkt unsere Grundrechte ein, ist der Datenschutz gewährleistet, was bringt die Vorratsdatenspeicherung usw. usf.
Aber auch die Aufarbeitung mit der Geschichte der Vorgängerpartei der LINKEN der SED war ein Thema an diesem Abend und Jan Korte bestätigte die heftig geführten Debatten innerhalb der Partei, die sich heute als die Bürgerrechtspartei versteht. Das Thema Rechtsextremismus, als ein leider immer wieder aktuelles innenpolitisches Thema, kam ebenfalls zu Sprache und es bestand unter den Diskutanten Einigkeit, über die Gefährlichkeit rechten Gedankenguts.

Mit schlechten Gedanken wurde das Publikum aber dann doch nicht verabschiedet. Zum Schluss spielten »muzetroyal« noch einmal wunderschöne Tangos… und ich freue mich auf das nächste Mal.

Nicole Trommer

PS: Brigitte Fehrle schrieb im Artikel "Rot-rotes Beschnuppern" in "Die Zeit" vom 19.6.2008 hierzu: "Am Mittwoch dieser Woche trafen bei einer Veranstaltung der Linken der SPD-Innenpolitiker Edathy und Jan Korte von der Linkspartei aufeinander und loteten ihre Positionen zur "Inneren Sicherheit im 21. Jahrhundert" aus."