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»Berlin 1988 - Luxemburg, die SED und die Freiheit der Andersdenkenden«.

Einladung zu Brot, Pop und Politik am 5.3.2008 20 Uhr

"Wo gab es je einen falscheren Ort, als diesen für dieses Luxemburg-Wort? Als hätten nicht in jenen Januartagen, die Andersdenkenden Karl und Rosa erschlagen.
Es wird anders denken, wer auf neue Art denkt. Doch wer sich das Wort wie ein Mäntelchen umhängt, um darunter die alte Spaltung zu treiben, steht dem Neuen im Weg, der wird nicht bleiben".

Oktoberclub, Lied über den 17.1.

"Der Trauermarsch für die ermordeten Nationalhelden unseres Staates wurde vorsätzlich gestört, die Totenfeier für die Märtyrer der Kommunistischen Partei sollte mutwillig entweiht werden. Man wollte sich nicht in Ehrfurcht einer Demonstration anschließen, sondern auf sich selbst aufmerksam machen. Was da geschah, ist verwerflich wie eine Gotteslästerung. Keine Kirche könnte hinnehmen, wenn man eine Prozession zur Erinnerung an einen katholischen Kardinal oder protestantischen Bischof entwürdigt. Ebensowenig kann man uns zumuten, sich damit abzufinden, wenn jemand das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht absichtlich stört und schändet".

Heinz Kamnitzer, Präsident des PEN-Zentrums der DDR, Neues Deutschland


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 5.März 2008 findet in der Berliner Brotfabrik (Prenzlauer Promenade 3) um 20 Uhr erneut die Veranstaltung „Brot, Pop und Politik – Stefan Liebich und Gäste“ des Vereins Helle Panke (Berliner Partner der Rosa-Luxemburg-Stiftung) statt. Das Thema lautet diesmal

»Berlin 1988 - Luxemburg, die SED und die Freiheit der Andersdenkenden«.

An Rosa Luxemburgs Geburtstag wollen wir über ein Ereignis diskutieren, das sich in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal jährt: Die Aktionen im Umfeld des offiziellen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkens im Januar 1988, die Debatten im Vorfeld und die Folgen.
Gesprächspartner werden zwei Zeitzeugen sein. Zum einen Marion Seelig, damals in der Bürgerbewegung aktiv, u.a. bei der „Kirche von unten“ und später (1989) Sprecherin der »Vereinigte Linke« und Thomas Klein, damals bei der Initiative für Frieden und Menschenrechte und später ebenso Sprecher der »Vereinigte Linke«. Marion Seelig ist heute bei stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und Thomas Klein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Autor des Buches „Frieden und Gerechtigkeit – Die Politisierung der Unabhängigen Friedensbewegung in Ost-Berlin während der 80er Jahre.“

Die Musik kommt an diesem Abend erneut von Meral5. „MERAL (5) trägt einen Funk-soul-rock mit deutschen Texten im rauen, aber verletzlichen Herzen Berlins. … Die Sängerin und Texterin "Meral al-Mer" sorg(t) für den kompakten und dynamischen Gruppensound! Weit ab von ausgetretenen Deutschrock-Pfaden erreicht MERAL Al-Mer den Zuhörer und weckt in jedem ganz individuelle musikalische Assoziationen.“ musicnation.com

Der Eintritt kostet wie immer 1,50 Euro und ist für Journalisten selbstverständlich frei.

Über Ankündigungen und Berichterstattungen würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Liebich