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Zukunft ohne TXL

Mit Edith in Prenzlauer Berg unterwegs.

Der Tagesspiegel wollte für seinen Pankow-Newsletter wissen, wo ich mich in Pankow gern aufhalte, was mich hier nerven würde, wofür ich mich im Bundestag einsetze und wie ich zur Offenhaltung Tegels stehe. Nachstehend können Sie meine Antworten lesen.

Stefan Liebich, 44, sitzt seit 2009 für Pankow im Bundestag. Zweimal schon war er als Direktkandidat für die Linke erfolgreich. Auch diesmal tritt er wieder an. In den kommenden Wochen werden wir auch die Kandidaten der anderen Parteien im Bezirk vorstellen.

Wo ich mich in Pankow am liebsten aufhalte: "Ich bin gern in meiner Nachbarschaft in der Florastraße und der Breiten Straße unterwegs. Auch am Helmholtzplatz oder in der Kollwitzstraße kann man mich häufiger treffen. Fest vorgenommen habe ich mir, endlich wieder einmal den Faulen See an der Hansastraße zu besuchen. Er gibt dem größten Naturschutzgebiet Berlins seinen Namen, das aufgrund seiner Lage mitten in der Großstadt einzigartig in Europa ist."

Was mich in Pankow am meisten nervt: "Genervt bin ich eher selten, dazu mag ich Pankow viel zu sehr. Was aber nicht bedeutet, dass es hier nicht noch viele Baustellen im eigentlichen wie im übertragenen Sinn gibt. Pankow platzt aus allen Nähten, da hält die Infrastruktur nicht immer mit. Kitas und Schulen stehen enorm unter Druck, die Wohnungsmieten explodieren, das Radwegesystem hat große Lücken und selbst manche Spielplätze halten dem Ansturm nicht mehr stand. Ich sehe aber auch, dass in Senat und Bezirksamt intensiv an Lösungen gearbeitet wird."

Wofür ich mich im Bundestag vor allem einsetzen will: "Ich möchte mehr soziale Gerechtigkeit in unserem Land, wozu nicht nur gehört, dass die starken Schultern in Zukunft auch mehr tragen müssen, sondern eine Mietpreisbremse beschlossen wird, die ihres Namens würdig ist. Ich möchte, dass wir uns in keine militärischen Auslandsabenteuer mehr hineinziehen lassen, und ich möchte eine andere Politik beim Rüstungsexport, denn jede Waffe, die in einem Krieg zum Einsatz kommt, sorgt für Zerstörung, Armut, Flucht."

Wie ich zur Offenhaltung von Tegel stehe: "Mit der Inbetriebnahme des BER muss TXL geschlossen werden. Ohne Wenn und Aber. Der Flughafen Tegel macht Dreck, er macht krank und er ist gefährlich."

Aus: „Unter Nachbarn“, Tagesspiegel, 10. August 2017