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Anna-Lena Orlowski

Reise an den Nil (Teil I)

Politische Gespräche in Ägypten

Unterwegs in Kairo

Mitte November reiste Stefan in die ägyptische Hauptstadt Kairo. Das letzte Mal, dass er das Land am Nil besucht hatte, war noch vor dem Arabischen Frühling. Seither hat sich dort bekanntermaßen viel verändert. Als bevölkerungsreichstes Land in der arabischen Welt ist Ägypten aber auch weiterhin von zentraler Bedeutung, nicht nur für den Nahen Osten.

Mit Vizeaußenminister Hamdi Loza

Wir trafen in den fünf Tagen vor Ort Akteure des politischen Lebens und der Zivilgesellschaft. Spannende Gespräche hatten wir unter anderem mit dem Stellvertretenden Außenminister Herr Hamdi Loza, der uns seine Sicht auf die Zusammenarbeit mit Deutschland in der Flüchtlingsfrage schilderte und auch von den unter Umständen existenziellen Problemen Ägyptens mit Äthiopien bezüglich der Wasserversorgung des Nils berichtete.

Empfang durch Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses.

Außerdem trafen wir den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im ägyptischen Parlament, Herrn Ahmed Said und zwei weitere Mitglieder des Ausschusses, Tarek Radwan und Karim Darwish, ein Mitglied einer unabhängigen Gewerkschaft, sowie einen Vertreter der größten Oppositionsgruppe namens „25/30“. Auch in diesen Gesprächen ging es um die Beziehungen Ägyptens zu Äthiopien, aber auch um innenpolitische Themen wie die prekäre wirtschaftliche Lage der Mehrheit der Bevölkerung und um ein neues, restriktives NGO-Gesetz, dass auch die Arbeit internationaler politischen Stiftungen, wie etwa der Rosa-Luxemburg-Stiftung, massiv einschränkt.