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Stefan Liebich

Mali im Feuer

In der Hauptstadt Bamako.

Gemeinsam mit der Vizepräsidentin des Bundestages, Edelgard Bulmahn (SPD), besuche ich in diesen Tagen das westafrikanische Mali, ein Land mit sehr langer Geschichte und reich an Wissenschaft, Literatur und Kunst. Ein Militärputsch, diverse Sezessionsversuche und islamistischer Terror prägten das Land in den vergangenen Jahren. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich intervenierte militärisch, mit späterer Unterstützung durch UNO und EU. Auch die deutsche Bundeswehr ist mit einer Ausbildungsmission vor Ort. Es ist ein Einsatz, den unsere Fraktion ablehnt.

Pulsierendes Leben im Süden des Landes

Am ersten Tag unserer Reise ins westafrikanische Mali trafen wir Premierminister Modibo Keita, den Präsidenten der Nationalversammlung Issaka Sidibé. Im Mittelpunkt unserer Gespräche steht auch das seit acht Monaten verhandelte Friedensabkommen zwischen der Regierung und bewaffneten Rebellengruppierungen aus dem Norden, das eigentlich am 15. Mai unterzeichnet werden sollte. Doch mehrere Anschläge in den letzten Tagen stellen den vereinbarten Waffenstillstand infrage und lassen das Abkommen einmal mehr vor dem Scheitern stehen. Besonders umkämpft ist die Oasenstadt Timbuktu wo auch mehrere Tote zu beklagen sind. Im Rahmen unserer Gespräche haben wir mit Vertretern des Nordens über Möglichkeiten der Dezentralisierung im Lande gesprochen.

gutes Gespräch mit Yehia Ag Mohamed Ali, einen Vertreter unserer Partnerpartei Sadi.

Besonders gefreut habe ich mich, mit dem ehemaligen Tourismusminister Yehia Ag Mohamed Ali einen Vertreter unserer Partnerpartei Sadi zu treffen, der sogleich scharfe Kritik an der Privatisierungspolitik von IWF und Weltbank in seinem Land übte.