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Anna-Lena Orlowski

Mit Gauweiler gegen mehr Militär

Zum Auftakt der 51. Münchner Sicherheitskonferenz gab es in diesem Jahr einen besonderen Termin in den Räumen der Bayrischen Landesvertretung in Berlin. In einer von Disput/Berlin organisierten Podiumsdiskussion wurde die Frage debattiert, ob Deutschland mehr militärisches Engagement braucht.

Zunächst jedoch wurde der Munich Security Report von Prof. Dr. Volker Perthes von der Stiftung Wissenschaft und Politik und von Prof. Dr. Peter Neumann vom King´s College London vorgestellt. In der erstmals erschienenen Broschüre wurde der Versuch gewagt, aktuelle weltpolitische Entwicklungen auch anhand von Statistiken abzubilden. Neben einem Kapitel, in dem die Ansichten der Deutschen zu Militäreinsätzen widergespiegelt werden, gibt es beispielsweise auch ein weiteres über die Entwicklungen des Jihadismus.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten dann Peter Gauweiler (CSU), Norbert Röttgen (CDU), Klaus Naumann (General a.D.) und Stefan über die These: „Deutschlands Rolle in der Welt: Verantwortungsvolle Außenpolitik braucht kein stärkeres militärisches Engagement!“
Dabei bezogen Stefan und Peter Gauweiler die Pro-Position, Norbert Röttgen und General a.D. Naumann argumentierten dagegen. Das Publikum wurde mittels elektronischen Abstimmungsgeräten vor und nach der Debatte befragt, wie sie zu der These stünden. Waren vor Beginn noch 70 Prozent der Anwesenden davon überzeugt, dass Deutschland mehr militärisches Engagement braucht und nur 30 dagegen, hatte sich das Ergebnis nach der Debatte deutlich zu Gunsten von Stefan und Gauweiler verschoben. Immerhin 40 Prozent waren nun der Ansicht, dass Deutschland nicht mehr militärisches Engagement braucht, ein Plus von zehn Prozent.

Wir haben uns gefreut, dass auch in diesem Kreis Stefans Argumente gegen mehr militärisches Eingreifen auf gute Resonanz gestoßen sind und hatten einen spannenden Abend.